Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft

1. Konzeption und wirtschaftliche Entwicklung

Friedersdorf ist am 7. Juli 2000 durch den Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft als Programmdorf bestätigt worden. Das Dorf will mit dieser Unterstützung die begonnne Entwicklung hin zu einem Wohnort mit hoher Lebensqualität und einer leistungsfähigen Infrastruktur fortsetzen. Dieser Entwicklung wird ein örtliches Entwicklungskonzept zu Grunde liegen, das in den wesentlichen Entwicklungspunkten Leitbilder und Zielsetzungen vorgeben wird. Die Versorgung der Bevölkerung ist durch den Bau des Rund-um-Marktes stark verbessert worden. Weiterhin ist die Zahl der Handwerker und Gewerbetreibenden über die Jahre auf 112 angestiegen. Friedersdorf ist durch die B96 gut an die nahe liegenden Oberzentren Zittau, Löbau, Bautzen un den überregionalen Fernverkehr angebunden.

2. Sozial- und Kulturentwicklung

Die Kinderbetreuung ist durch die Kindertagesstätte gesichert. In der hiesigen Grundschule lernen Kinder aus Friedersdorf und Dürrhennersdorf. Ein Pflegeheim ist im alten Schloß untergebracht. Durch die allgemeinärztliche und zahnärztliche Praxen, ist die medizinische Versorgung gegeben. Unsere aktive evangelische Pfarrgemeinde leistet einen aktiven Beitrag bei der Gestaltung einer auf das Wohl der Friedersdorfer Bürger gerichteten Kommunalpolitik. Der Bürgermeister suchte in einem Jugendforum das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen, um ihre Wünsche und Nöte zu erfahren und das Angebot für diese Altersgruppe zu verbessern. So ist in naher Zukunft die Anlage eines Spielplatzes mit Sportbereich und die Gründung eines Jugendclubs geplant. In Friedersdorf existiert eine lebendige, über die Jahre stark entwickelte Vereinskultur.

3. Bauentwicklung

Ursprünglich war Friedersdorf ein Waldhufendorf, das sich entlang der heutigen Dorfstrasse und parallel zur Spree entwickelte. Durch den Bau der Hauptstrasse (B 96) ging dies Struktur teilweise verloren. Im Ort befinden sich heute noch 42 gelistete denkmalgeschützte Umgebindehäuser.
Durch die Förderung privater Baumaßnahmen und einer fachlichen Beratung durch den Ortsplaner, wird sich der Zustand der Bausubstanz und das Erscheiungsbild des Ortes nachhaltig verbessern. Die Gemeindeverwaltung plant die Umnutung de Alten Mühle in eine Heimatstube (Treffpunkt und Vereinszimmer). Dadurch wird das unter Denkmal stehende Gebäude im Herzen des Dorfes wiederbelebt und bildet dann einen attraktiven Anziehungspunkt. Weiterhin ist die Nutzung eines leerstehenden Bahnhauses als Jugendtreff geplant. Ein großes Ziel in der Dorfentwicklung ist die Sanierung und Umnutzung des alten Schlosshofes und die Sanierung der Schlossfassade. Eine Konzeption für die Wiederbelebung diese Bauensembles soll in Zusammenarbeit mit interessierten Bürgern, Anwohnern, den Gemeindevertretern und dem Ortsplaner erarbeitet werden. Wünschenswert wäre eine Mischung aus öffentlichen und privaten Nutzern.

4. Grünentwicklung

Im Dorf ist eine starke Durchgrünung zu finden. Besonders im Bereich der Spreeaue und im Areal des Schlossparkes findet man einen schönen Baumbestand. Herauszuheben ist hier die als Flächennaturdenkmal geschützte 100 bis 150 Jahre alte Lindenallee. Der vorhandene Schlosspark soll wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in das Konzept der Umnutzung des Schlosshofes mit einbezogen werden. Eine Initiative, die Hilfestellungen und Erläuterungen zur Anlage von ländlichen Gärten gibt, ist mit Hlfe des Amtes für ländliche Neuordnung in Kamenz und dem Ortsplaner angedacht.

5. Landschaftsgestaltung

Friedersdorf liegt im Talraum der Spree und ist harmonisch in die Landschaft eingepasst. Weithin sichtbar ist die Friedersdorfer Kirche, der Hausberg des Dorfes, der Wacheberg und das weiträumige Schlossareal mit dem Großbaumbestand des Schlossparkes. Geprägt ist die Umgebung des Dorfes durch große landwirtschaftliche Nutzflächen, kleinräumige Waldflächen und das Spreetal.